
Willkommen in der (REAL)ität .... Bei real.de gibt es jetzt auch einen echten "falschen Hasen". Wer sich darüber noch wundert, hat nicht begriffen wie die digitale Welt tickt. Umsatzsteigerungen sind in der Masse "beim Endkunden" am einfachsten zu erzielen. Sei es die Grohe-Armatur bei Amazon, oder der Plattenwärmetauscher von Vaillant bei real. Alles muss raus, koste es was es wolle. Das Fachhandwerk bleibt außen vor und (was noch viel schlimmer ist) hat keine Antwort parat. Solange die Auftragslage gut ist, fühlen wir uns unantastbar. Was uns aber erwartet, wenn die Nachfrage sinkt, ist heute schon in Stein gemeißelt. Wir werden mit Werksschraubern und Montagediensten, die von der Industrie und dem Fachhandel herangezogen werden, konkurrieren.
Dankbarkeit gibt es bei uns in der Branche nicht mehr. Die Bruttopreislisten der Hersteller werden nach unten korrigiert und nähern sich den Internetpreisen an. Produktmagen werden in Zukunft immer schwerer zu erzielen sein. Da stellt sich die Frage, warum das Fachhandwerk überhaupt noch den gleichen Weg gehen sollte. Unserer Meinung nach, machen es sich hier unserer Marktpartner zu einfach. Sie lassen uns damit alleine, wie wir einen höheren Stundenlohn rechtfertigen könnten, um damit den lebensnotwendigen Deckungsbeitrag zu erzielen. Wäre es nicht schön, wenn man einen gemeinschaftlichen Weg finden würde, bei dem die fachhandwerkliche Dienstleistung nicht in den Hintergrund rutscht? Ist das nur die Aufgabe des Fachhandwerks, dem Endkunden die Unterschiede aufzuzeigen? Wie selbstverständlich stellt sich der Fachhandwerker hinter Produktmarken und preist diese beim Verbraucher an. Was haben wir eigentlich davon, wenn die Magen immer mehr wegfallen? Wenn man alles scheinbar ohne Qualitätsunterschiede auch im Baumarkt bekommt, fragen wir uns wo der Aufruf der Industrie bleibt, beim Fachhandwerk besser aufgehoben zu sein? Wunschdenken? Ja, stimmt leider!
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